Herzgesundheit – schon mal etwas vom «Eva-Infarkt» gehört?
Kein Wunder! Wenn es um das Thema Herzinfarkt geht, sprechen wir meistens nur von den bedrohlichen Symptomen, die bei Männern als Vorboten für einen Herzinfarkt auftauchen. Aber sind die Symptome eines drohenden Infarktes bei den Frauen dieselben?
Ganz klar: NEIN! Die ersten Alarmsignale bei Frauen können sein: Übelkeit bis hin zu Erbrechen, Atemnot, Todesangst, aussergewöhnliche Müdigkeit, Schmerzen im Unterbauch, Schmerzen zwischen den Schulterblättern sowie Schmerzen im Hals-/Kiefer-Bereich.
Wenn wir uns vor Augen führen, dass eine von drei Frauen an einem Herzinfarkt stirbt, stimmt uns dies bedenklich. Die Überlebenschancen von Frauen sind bei einem Herzinfarkt deutlich geringer als die von Männern. Ein wichtiger Grund dabei ist, dass die weiblichen Infarkt-Symptome meist missachtet werden.
Der Herztod ist – nebenbei erwähnt – bei Frauen übrigens die Todesursache Nummer eins, weit vor sämtlichen Krebsarten. Grund genug, sich mit der Gendermedizin auseinander zu setzen.
Was genau ist Gendermedizin?
Gendermedizin ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit den Unterschieden in der Gesundheit von Frauen und Männern auseinandersetzt. Es berücksichtigt biologische (Hormonspiegel) sowie soziale (geschlechterspezifische Rollen) Faktoren, um Krankheiten besser zu diagnostizieren, zu behandeln und vorzubeugen.
Stell dir vor: Über die Hälfte unserer Gesellschaft ist weiblich. Kaum zu glauben, dass der weibliche Körper in der Medizin immer noch als die Ausnahme von der Regel gilt. Die Norm des «Standard»-Patienten ist nämlich männlich, jung, fit, 178 cm gross und ca. 75 kg schwer. Nach diesem Massstab werden die künstlichen Herzen und die Hüftgelenke gefertigt und die Medikamentendosierung gemessen. Dieser «Musterpatient» schliesst somit nicht nur Frauen, sondern auch ganz viele Männer aus.
Aus diesem Grund ist die Gendermedizin wichtiger denn je. Sind diese Erkenntnisse neu?
Ganz und gar nicht. In der ganzheitlichen Medizin – wie auch in der über 3000 Jahre alten TCM Traditionelle Chinesische Medizin – wird in der Anamnese immer das Individuum betrachtet. Ziel ist es, Ungleichgewichte im Energiefluss (Qi), im Yin und im Yang zu erkennen und eine ganzheitliche Behandlung zu planen.
In der TCM Traditionelle Chinesische Medizin umfasst die Anamnese vier Hauptmethoden:
Befragung: Fragen zu Symptomen, Lebensstil, Schlaf, Verdauung und Emotionen.
Zungendiagnose: Untersuchung der Zunge auf Farbe, Belag und Form.
Pulsdiagnose: Fühlen des Pulses, um den Zustand der Organe zu bewerten.
Inspektion: Beobachtung des äußeren Erscheinungsbildes wie Haut und Augen.
Dieser ganzheitliche Ansatz ergibt ein klares Bild über das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele jedes einzelnen. Heutzutage leiden viele Menschen unter psychosomatischen Erkrankungen, ausgelöst oder verstärkt durch psychische Faktoren wie Stress, Wut oder Angst. Typische Beispiele sind Kopfschmerzen oder Magenprobleme ohne organische Ursache. Dies bedeutet, dass Behandlungen fraglich sind, welche die Schmerzen eliminieren und nicht die Ursache behandeln.
Am Beispiel «Östrogendominanz» erklärt
Bis heute denken viele Menschen beim Wort «Östrogendominanz» an die Wechseljahre einer Frau. Das war einmal. Die Östrogendominanz – verantwortlich für Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen und Übergewicht – kennen wir heute bei vielen Frauen bereits ab dem 35. Altersjahr.
Woher kommt dieses frühe Hormonungleichgewicht?
Viele Frauen leiden unter chronischem Stress, Schlafmangel, fehlenden Regenerationsphasen, negativen Umwelteinflüssen wie Strahlung, Umweltgiften und Lichtsmog, was deren Hormonhaushalt durcheinanderbringt. Dies alles führt zu einem Progesteronmangel, und dieser wiederum zu einer Östrogendominanz.
Nun wäre es aber verfehlt, diesen Frauen Progesteron zu verabreichen. Der Progesteronmangel ist nämlich nur das Symptom, nicht die Ursache.
Um das Ungleichgewicht nachhaltig in den Griff zu bekommen, sind die individuellen Gründe und Ursachen sowie die genauen Erscheinungsformen abzuklären.
Im Falle einer Überbelastung mit mangelnden Erholungsphasen müsste der Lebensstil angepasst werden. Um den Teufelskreis zu durchbrechen, ist es wichtig, wieder eine gute Verdauung sowie einen langen, tiefen Schlaf zu entwickeln. Für die bessere Verdauung könnte eine Ernährungsumstellung mit Bitterstoffen helfen. Um wieder in einen harmonischen Schlaf zu kommen, unterstützen Heilpflanzen wie Passiflora, Mammutbaum, Heilkräuter, Vitalpilze wie Cordyceps und Olivenblattextrakt. Wie erwähnt kann eine individuelle Therapie helfen, wieder Schritt für Schritt ins Gleichgewicht zu kommen.
Workshop zum Thema
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Zum Inhalt: Das Leben von uns Frauen ist geprägt vom Wandel. Die Pubertät, die monatliche Menstruation, die Wechseljahre und die verschiedenen Lebensumstände können unsere Stimmung und unser Wohlbefinden beinahe täglich verändern. Je nach Lebensphase fällt es uns schwer, in unserer Balance zu sein. Wir fühlen uns angespannt, sind müde und erschöpft, leiden unter Hitzewallungen, Schlafstörungen und verlieren die Kontrolle über unser Wohlbefinden. Alles scheint aus dem Gleichgewicht geraten zu sein.
Lerne in diesem interaktiven und spannenden Workshop die Zusammenhänge kennen, und nimm Tools mit nach Hause, die dich wieder in Harmonie bringen.
Samstag, 30. November 2024, 10.00 – 16.00 Uhr, Restaurant Falkenburg, Wil/SG
Anmeldung: über info@suportis-health.ch oder WhatsApp 0034 948 793 134